Golfarrangements, Golf-Clubs und Golf-Hotels in München und Umgebung

Golf ist eine wunderbare Sportart mit einem riesigen, bislang in Deutschland aber nicht ausgeschöpften Potenzial.

Interview mit Benno Neumüller, Geschäftsführer von contenthouse GOLF.

Benno Neumüller (49) hat 25 Jahre lang in verantwortlichen Positionen im Fernsehen gearbeitet: Als Redaktionsleiter der ARD-Sportschau, als Chef vom Dienst bei RTL Sport und zuletzt als Chefredakteur bei Premiere. Vor vier Jahren hat er die contenthouse GmbH gegründet. Heute kümmert sich der Münchner Medienunternehmer als GF von contenthouse GOLF um die Neupositionierung der Sportart Golf in den deutschen Medien.

Herr Neumüller, was genau ist ein „contenthouse“?

Wir kreieren redaktionelle Inhalte in Form von TV-Formaten, gestalten Web-Portale, wie unser neustes „Baby“ www.GOLFTOTAL.de, das wir zum 1.5.2011 launchen werden, und wir sind auch im Mobile-Bereich unterwegs und werden unter dem Label „GOLFTOTAL“ auch eine App anbieten. Eine andere spannende Aufgabe ist die Vermarktung von Werbeflächen im Umfeld unserer Programmangebote.

Warum engagieren Sie sich in der Sportart Golf?

Golf ist eine wunderbare Sportart mit einem riesigen, bislang in Deutschland aber nicht ausgeschöpften Potenzial. Das liegt an allererster Stelle an der mangelnden medialen Präsenz. Der internationale Profi-Golfsport findet im Grunde genommen hierzulande in den Medien nicht statt oder sagen wir mal nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Bezahl-Fernsehen. Wir sind angetreten, um das zu ändern. Golf, insbesondere bei den fantastischen Leistungen von Martin Kaymer, gehört ins Free-TV! Und auch in bewegten Bildern, also in Form von Videos, ins Internet und auf mobile Endgeräte.

Höre ich da Kritik an Sky?

Die Kollegen betreiben Ihr Geschäft so gut, wie sie können. Aber Pay-TV funktioniert in Deutschland so nicht. Für die Entwicklung der Sportart Golf in Deutschland wäre eine größere Verbreitung über alle verfügbaren Medien hinweg essentiell. Neben Sebastian Vettel ist für mich Martin Kaymer zur Zeit der größte deutsche Superstar in der weiten Welt des Sports. Doch hierzulande kennt ihn kaum ein Mensch. Das liegt daran, dass Sky alle verfügbaren TV- und Internetrechte der bedeutenden Profi-Turniere gekauft hat und auf eine exklusive Verwertung im Pay-Bereich beharrt. Und das seit 15 Jahren. Keine Kritik, das ist ihr Geschäftsmodell. Aber für die Entwicklung der Sportart Golf in Deutschland, die 2016 olympisch wird, ist das dramatisch.

Wie wollen Sie das ändern?

Das ist ein mühsamer und langwieriger Prozess. Die Deutschen lieben Ihre „nationalen Helden“, die auf der internationale Bühne des Sports erfolgreich sind: Boris Becker und Steffi Graf, Henry Maske, Michael Schumacher und Jan Ullrich, um nur einige wenige Beispiele zu bemühen, haben allesamt im bundesweiten Free-TV Ihre großartigen Erfolge gefeiert. Und die Massen haben es live und „for free“ miterleben können. Ich bin mir sicher, dass viele, viele deutsche Sportfans – und nicht nur aktive Golfspieler – Martin Kaymer ebenso lieben würden, wenn sie ihn denn sehen könnten. Wir versuchen der breiten Öffentlichkeit hierzulande die Sportart Golf und Martin Kaymer im Besonderen zugänglich zu machen. Das „Golfjournal“ und die „Audi Golf News“ auf Sport1 sind ein Anfang. Wir werden auch in diesem Jahr täglich die Highlights der drei „Majors“ US Open, British Open und PGA Championship in jeweils einstündigen Sondersendungen im bundesweiten Free-TV präsentieren. Wir werden sukzessive mehr Golf ins Free-TV und die frei verfügbaren „Neuen Medien“ bringen und somit mehr und mehr Menschen für diese wunderbare Sportart begeistern.


Das würden wir uns sicherlich alle wünschen. Aber was macht Sie da so zuversichtlich?

Golf ist eine elegante, technisch sehr anspruchsvolle und durchaus auch dramatische TV-Sportart. Wer Martin Kaymer’s Triumph bei der PGA Championship 2010 live miterlebt hat, weiß wovon ich spreche. Fernsehen heißt dabei zu sein, wenn etwas Außergewöhnliches passiert. Fernsehen heißt aber auch zuzuhören. Ich persönlich genieße die Stille auf dem Golfplatz. Wir leben in einer immer schneller werdenden Welt mit einer permanenten Reizüberflutung. In der Ruhe liegt die Kraft. Golf entschleunigt. Den Spieler und auch den Zuschauer. Aber noch einmal: Der wichtigste Aspekt für den Erfolg einer Sportart im Fernsehen ist der Erfolg eines deutschen Athleten. Und Martin Kaymer ist in seiner jungen, atemberaubend verlaufenden Karriere schon sehr, sehr erfolgreich. Er ist zur Zeit der beste Golfspieler der Welt! Und vieles spricht dafür, dass er auch noch viele Jahre in der absoluten Weltspitze mitmischen wird.
 
Sie sprechen von contenthouse als „One-Stop-Shop“. Was verstehen Sie genau darunter?

Wir liefern aus einer Hand das „Produkt“ und vermarkten es gleichzeitig. Wir machen Fernsehen, engagieren uns im Internet und auch im Mobile-Segment. Wir entwickeln Konzepte und beraten Unternehmen und Sportler. Wir machen alles, was wir für sinnvoll erachten. Und wir haben noch viele Ideen im Kopf, die nur darauf warten, umgesetzt zu werden. Es gibt noch viel zu tun!

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

In der contenthouse GOLF arbeiten ausschließlich Mitarbeiter/-innen, die über eine grundsolide Ausbildung und Berufserfahrung verfügen, gepaart mit Kreativität, Fleiß und Leidenschaft. Wir sind ein gutes Team. Und wir glauben an das Projekt!

Gibt es Pläne, Ideen im Bereich Golf, die Sie zukünftig noch verwirklichen wollen?

Reichlich! Aber alles zu seiner Zeit – step by step. Die Sportart Golf in Deutschland medial neu zu positionieren, ist eine Herkulesaufgabe, die wir alleine nicht stemmen werden. Wir brauchen die Unterstützung aller, die sich im Golf-Umfeld engagieren: Vom DGV über den DGS bis hin zu allen Clubs und aktiven Golfspielern. Wir brauchen mehr Lobby in den Redaktionsstuben in den elektronischen Medien aber auch im Printbereich. Und natürlich brauchen wir die Unterstützung von Unternehmen, die sich im Umfeld der Sportart Golf engagieren. Nehmen Sie das Beispiel Schüco. Ich habe allergrößten Respekt vor dem persönlichen Engagement von Firmeninhaber Dirk Hindrichs und seiner Marketingchefin Tanja Brinks.

Abschließend noch eine persönliche Frage: Spielen Sie selbst Golf, wenn ja, was schätzen Sie an dem Sport?

Ja, ich spiele Golf, nicht wirklich gut, aber ich bemühe mich besser zu werden und habe sehr viel Freude dabei. Ich liebe die Ruhe, die gepflegte Natur, das Spiel. Golf ist eine faszinierende Sportart. Eine Herausforderung, eine unendliche Story.

Wir danken für das Gespräch, Herr Neumüller.